Bad Reichenhall und Ruhpolding |
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| Am Samstag ging es nach Bad Reichenhall. In der alten Saline haben wir eine Führung mitgemacht. Wir erfuhren hier so einiges über die Salzgewinnung und die Herstellung. Die alte Saline Bad Reichenhall ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler in Bayern. Seit 1846 gilt sie als die „schönste Saline der Welt“. | ||||||||||||||
| Archäologische Funde belegen, dass hier bereits zur Bronzezeit Salz gewonnen wurde. 1834 zerstörte der große Stadtbrand die komplette Salinenanlage incl. Sudhäuser. Ein paar Tage wurde bereits die provisorische Salzproduktion wieder aufgenom-men. König Ludwig I. ließ eine völlig neue Saline, incl. Verwaltungs-gebäudebauen. Für die gewaltige Anlage mussten damals 51 Hausgrundstücke erworben werden. | ||||||||||||||
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| Im Hauptbrunnenhaus der ehemaligen Saline ist heute das Salzmuseum mit fünf Ausstellungsräumen untergebracht. Die großen Wasserräder fördern weiterhin Sole. Diese wird heute für Kur- und Gesundheitszwecke genutzt. | ||||||||||||||
| Bereits um 1500 ließ die Stadt Bad Reichenhall das Brothaus errichten. Alle 17 Bäcker der Stadt lieferten hier ihre Backwaren ab und wurden treuhändisch verkauft. Bei dem Stadtbrand 1834 wurden 302 Häuser zerstört, nur 4 blieben erhalten. Das Brothaus wurde auf den alten Fundamenten wieder aufgebaut. Heute wird das Haus als Wohn- und Geschäftshaus genutzt. | ||||||||||||||
| Die St.-Aegidienkirche in Bad Reichenhall ist eine der ältesten Kirchen der Stadt. Der Ursprungsbau der Kirche war 1159/1160, im 15.Jahrhundert wurde sie erweitert und prägt das enge Gassengefüge der Altstadt. 1529 wurde an der Nordseite der Kirchturm angebaut. Er diente gleichzeitig als Feuerwachturm. 1978 – 1980 wurde der Turm abgetragen und mit den alten Steinen neu aufgebaut, diese Maßnahme war erforderlich, da er wegen einem Abriss des Nachbargebäudes einzustürzen drohte. | ||||||||||||||
| Das Alpensole Gradierhaus steht mitten im königlichen Kurgarten von Bad Reichenhall. Es wurde 1912 erbaut, ist 160 Meter lang und 13 Meter hoch. Es ist das größte Alpen-Freiluft-Inhalatorium weltweit. Die hochprozentige Alpensole kommt über die Soleleitung aus dem Quellenbau der alten Saline. Im Gradierhaus wird Wasser beigemischt und über die gesamte Länge des Gradierwerkes über die Schwarzdornfelder freigesetzt. Auf jeder Seite befinden sich ca. 200 m² Dornenfelder. Über die feine Verästelung verdunstet ein Teil des Solewasser und kann inhaliert werden. | ||||||||||||||
| Das königliche Kurhaus wurde um 1900 erbaut. Der größte Saal, zentraler Festsaal „König Maximilian II“ ist 740 ² groß. Von 1955 bis 1988 nutzte die bayrische Spielbank Teile des Gebäudes. Zwischen 1992 und 1995 wurde das Gebäude umfangreich restauriert und in den damaligen Originalzustand zurückgebaut. Heute ist es ein stilvolles Kongress- und Veranstaltungszentrum im königlichen Kurgarten. | ||||||||||||||
Die evangelische Stadtkirche wurde zwischen 1877 und 1881 erbaut. Sie war die erste evangelische Kirche in der Kurstadt. 1875 gründeten 30 Protestanten einen Kirchenvorstand und forderten einen ständigen Pfarrer. Zwei Jahre später war bereits die Grundsteinlegung für die neuen Kirche. Ab 1860 fand der evangelische Gottesdient im Betsaal der alten Saline statt.Bereits 1886 wurde Bad Reichenhall zur eigenständige Pfarrei ernannt. Zum Gemeindegebiet zählten große Teile des Berchtesgadener Landes. |
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| Das alte Rathaus wurde zwischen 1849 und 1850 erbaut. Beim großen Stadtbrand wurde das alte Rathaus komplett zerstört. Für die kommenden 16 Jahre war das Zolleinnehmerhaus der Sitz der Verwaltung. Bei der Fassadenrenovierung 1924 wurden die Wandmalereien angebracht. Auf der Südseite des Rathausplatzes entstand 1937 das neue Rathaus. | ||||||||||||||
| Bevor es zum Hotel ging haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Ruhpolding gemacht. Das Hotel zur Post in Ruhpolding ist eines der ältesten Gasthäuser im Chiemgau. Der Kernbau stammt von 1308 und war eine Posthaltestelle. Die Pferde wurden hier versorgt und die Kutscher und Reisende erhielten eine Unterkunft. 1424 wurde die Posthaltestelle in eine Taverne mit Poststube und Wirtshaus umgewandelt. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut und erweitert. Seit dem 17. Jahrhundert befindet es sich im Familienbesitz. | ||||||||||||||
| Die Schlosskapelle Ruhpolding wurde 1587 als herrschaftliche Hauskapelle im damaligen Jagdschloss erbaut. 1656 wurde sie ausgebaut und erhöht. Heute wird die Kapelle für Andachten, Gebete und kleinere Gottesdienste genutzt. | ||||||||||||||
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| Hier findet man Gebäude mit vielen Wandmalereien. | ||||||||||||||
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