Landshut

 
               
  Die Burg Tausnitz, auf einer Anhöhe, stach uns sofort ins Auge. Die werden wir uns noch genauer ansehen, hierzu später mehr.
   
Ludwig IX, „der Reiche“, war ein bedeutender Wittelsbacher im 15.Jahrhundert. Er war Herzog von Bayern-Landshut, politisch sehr einflussreich und recht wohlhabend. Er hat die Universität Ingolstadt 1472 gegründet und die berühmte Landshuter Hochzeit von 1475 vorbereitet. Sein Reichtum beruht auf den Salz- und Bergwerkbesitz in Reichenhall.
   
Die St. Martinskirche ist eine der bedeutendsten gotischen Hallenkirchen in Süddeutschland. Bereits zur Stadtgründung 1204 stand hier eine romanische Basilika. 1385 war der Baubeginn der heutigen Kirche. Nach rund 120 Jahren Bauzeit wurde der Turm um 1500 vollendet. Der Turm ist mit seinen 130,1 Metern der höchste Backsteinturm der Welt und der höchste Kirchturm in Bayern. Recht schlanke Pfeiler tagen die Decke des 26 Meter hohen Innenraums der spätgotischen Hallenkirche.
 
   
Ein paar Bilder von historischen Häusern  
   
 
Das Pappenberger Haus wurde 1405 als städtisches Amtshaus erbaut. Die Geschichte des Hauses verbindet die gotische Architektur, eine repräsentative Stadtgeschichte und eine dramatische Familienchronik, die dem Haus ihren Namen gab. Nach Grafen und Bischöfen erwarb 1878 der Münchener Kaufmann und Bankier, Ludwig Pappenberger, das Haus und brachte es hier zu einem beachtlichen Wohlstand. Die Kinder führten das Geschäft in eine finanzielle Katastrophe, zahlreiche Landshuter Bürger wurden betrogen. 1916 ging das Haus an einen Schuhausbesitzer über. Diese Familie sorgt heute für die Erhaltung und Pflege des Hauses.
 
Die Heilig-Geist-Kirche in Landshut wurde zwischen 1407 und 1461 erbaut. Auch hier stand vorher bereits eine romanische Backsteinbasilika. Aufgrund der Nähe zur Isar steht die Kirche auf einem Eichenpfahl-Fundament. Aufgrund der absinkenden Grundwasserstände mussten die Fundamente umfangreich saniert werden. Die Kirche gehört heute der Stadt und dient als Ausstellungsraum der städtischen Museen.
Landshut entstand um 1200 an der Isar-Furt. Der Fluss erleichterte bereits damals den Handel und machte den Transport der Waren leichter und schneller. Seit dem 19.Jahrhundert wurde die Isar, auch im Raum Landshut, begradigt, eingedämmt und durch Staustufen reguliert. So konnte man das Hochwasser kontrollieren und Energie gewinnen. Die Isar ist 292 Kilometer lang und fließt in die Donau.
Die Niederbayrische Regierung hat u.a. ihren Sitz in Landshut. 1808 wurde die Regierung des Unterdonaukreises gegründet, knapp 30 Jahre später fand die Umbenennung in Niederbayern statt. Der Regierungssitz wurde 1938 in das ehemalige Dominikanerkloster verlegt. Die Regierung von Niederbayern ist eine Mittelbehörde zwischen Ministerien und Landratsämtern.
   
Das Rathaus Landshut ist ein gotischer Gebäudekomplex aus drei eigenständigen Bürgerhäusern. Zwischen 1380 und 1503 erwarb die Stadt die Häuser und vereinheitlichte diese, sodass sie heute eine dreigiebelige Fassade bilden.
     
Die Burg Trausnitz in Landshut wurde bereits 1204 vom Herzog gegründet. Die Kernburg war bereits 1235 fertiggestellt, als der Kaiser Friedrich II zu Gast war. Die Burg diente als Schutz des Landes und erhielt erst im 16. Jahrhundert den Namen Trausnitz. Im Mittelalter residierten hier die Herzöge von Niederbayern. Unter der Regie der Herzögen erfolgten große Erweiterungen der Burganlage. Im 18.Jahrhundert wurde die Burg als Kaserne und Gefängnis genutzt. Heute ist die Burg ein Museum, dient für diverse Veranstaltungen und ist eines der Wahrzeichen von Landshut. Archäologische Funde belegen, dass hier bereits zwei ältere Befestigungsanlagen im 9./10.Jahrhundert gestanden haben.
 
   
  Ein paar Fotos von der Burganlage
   
 
Der tiefe Brunnen der Burg Trausnitz ist ein mittelalterlicher Wehr- und Versorgungsbrunnen. Er diente zur ständigen Wasserversorgung der Höhenburg. Bei Belagerungszeiten war der Brunnen überlebenswichtig. Ursprünglich soll der Brunnen bis zu 120 Meter tief gewesen sein. Das heutige Schöpfwerk stammt aus den Jahren 1512 und 1717. Der Brunnen war das am besten geschützten Teil der Burg.
Von hier oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt Landshut.
     
 
Als wir wieder zuhause waren und die Fotos sortiert hatten, haben wir zum Vergleich mal die alten Fotos von 1983 rausgeholt. Viel hat sich hier nicht verändert.
   
Bei herrlichem Sonnenschein haben wir uns eine kleine Pause im Hofgarten und Herzoggarten gegönnt. Der Herzoggarten wurde 1784 neu angelegt. Seit 1837 ist er öffentlich zugänglich. Der Herzoggarten ist der ältesten erhaltenen Gartenanlage in Landshut.
 
         
   

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