1.Mai bis 06.Mai 2024 |
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Reit im Winkl |
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| Über Kurzurlaub sind wir auf ein Angebot in Reit im Winkl gestoßen, Villa Mittermaier. In Reit im Winkl oder der näheren Umgebung waren wir bisher noch nicht. Das Angebot, incl. Halbpension und diversen Extras hörte sich vielversprechend an. Also haben wir für den o.a. Zeitraum eine Suite gebucht. Auf der Hinfahrt haben wir noch eine Zwischenübernachtung in Landshut eingeplant. In Landshut hatten wir 1983 unseren zweiten Urlaub verbracht. Mal schauen, ob sich da was verändert hat. | |||||||||||||||||||
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| Am Mittwoch, den 1. Mai sind wir früh morgens gemütlich losgefahren. Nach einer angenehmen Fahrt erreichten wir gegen elf Uhr unser Tagesziel. Wir machten uns sofort auf den Weg, um uns die Stadt anzuschauen. | |||||||||||||||||||
| Über folgenden Link könnt ihr unseren
Reisbären besuchen und ihm auf den weiteren Reisen folgen: Bärti
around the World |
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Hier geht es zu der Landshut-Seite |
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| Im Vorfeld haben wir auch über Kurzurlaub das Hotel „Ibis Landshut City“ gebucht. Nach dem Einchecken haben wir uns ein richtig kühles dunkles Weißbier verdient. | |||||||||||||||||||
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| Auf dem Weg zu unserem Hotel haben wir einen
Zwischenstopp in Altötting eingelegt. Unser Reisebär hat sich
im Vorfeld schon ein wenig über Altötting informiert. Der Ort
liegt etwa 90 Kilometer östlich von München und etwa 400 Meter
über dem Meeresspiegel. Zur Kreisstadt gehören 40 Gemeinden.
Man nennt den Ort auch „Herz Bayerns“. Altöttingen ist
seit 1250 Jahren das religiöse Zentrum von Bayern. |
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| Die Gnadenkapelle in Altötting ist eines der bedeutendsten Marienheiligtümer in Europa. Die Kapelle ist ein agilolfingischer Zentralbau, der zwischen den 8. und 10.Jahrhundert entstand. 1494 wurde die Kapelle mit dem Langhaus und einem Spitzturm ergänzt. 1489 sollen zwei Kinder nach tödlichen Unfällen durch Fürbitten vor dem Marienbild wieder zum Leben gekommen sein. Seitdem finden europaweite Wallfahrten statt. Pilger umrunden die Kapelle oft auf Knien. | |||||||||||||||||||
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| Die mechanische Krippe wurde 1926 vom Altöttinger Fotografenmeister in Auftrag gegeben. Oberammergauer Holzschnitzer fertigten in zwei Jahren über 130 Figuren, viele davon sind beweglich. Mit einer authentisch gestaltete Landschaft des heiligen Landes, mit Alltagszenen zur Zeit Jesu, wurde die Krippe im April 1928 eröffnet. Die Krippe hat eine ca 25 m² große Grundfläche und gilt als größte und künstlerisch wertvollste Krippe Deutschlands. Ein einziger Elektomotor bewegt über ein recht komplexes System ca. 50 Figuren. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten und einer Tonspur wurde die mechanische Krippe 2019 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. | |||||||||||||||||||
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| Das Rathaus von Altötting wurde 1908 erbaut. Nachdem Altötting 1898 zur Stadt erhoben wurde war ein repräsentatives Verwaltungsgebäude notwendig. Der Eckturm mit Zwiebelhaube und Wetterfahne krönen das Walmdach. | |||||||||||||||||||
| Den nächsten Halt haben wir in Traunstein gemacht. Unser Rundgang fing an der St. Oswald Pfarrkirche an. Sie ist eine der prägenden historischen Gotteshäuser des Chiemgaus. Bereits im 12.Jahrhundert stand hier die erste Kirche. St. Oswald ist 1342 erstmals urkundlich erwähnt worden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut. Der heutige Kernbau entstand zwischen 1675 und 1690. Nach einem Brand wurde sie 1704 wieder aufgebaut. 1885 bekam die Kirche ihre heutige zweigeschossige Westfassade und den Turm mit Zwiebelhaube. Am 08.Juli 1951 feierte Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI, hier seine erste heilige Messe als Neupriester. | |||||||||||||||||||
| Der Maibaum in Traunstein ist ein Teil eines lebendigen, jahrhunderte alten bayrischen Brauchtums. Die erste belegte Erwähnung eines Maibaums war 1224 in Aachen. Seit dem 16.Jahrhundert ist der Maibaum in seiner heutigen Form, hoher Stamm mit grüner Spitze und Kranz, nachweisbar. In Traunstein wird der Maibaum alle drei bis vier Jahre auf dem Stadtplatz aufgebaut. Das Aufstellen des Baums erfolgt, gemäß des gepflegten Brauchtums per Hand. Muskelkraft ist hier gefragt. Nach dem Aufstellen klettert traditionell ein Zimmerer hinauf, um die Zunft- und Vereinsschilder des lokalen Handwerks, anzubringen. Der Maibaum bleibt so lange stehen, bis ein neuer Baum aufgestellt wird. | |||||||||||||||||||
| 1375 erhielt Traunstein die Stadtrechte durch Herzog Friedrich von Bayern. Das erste Rathaus entstand auf dem Marktplatz mit Verwaltungs- und Gerichtsgebäude. Mehrere große Stadtbrände vernichteten Teile der Stadt incl. dem Rathaus. 1851 wurde das Rathaus im Zuge des Wiederaufbaus neu gestaltet und erhielt die heutige Fassadenstruktur. Heute hat der Oberbürgermeister und die zentrale Stadtverwaltung hier ihren Sitz. | |||||||||||||||||||
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| Der obere Stadtturm, auch Brothausturm genannt, war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung und wurde 1541 neu gebaut. 1749 wurde der Turm bis auf den dritten Stock verkürzt und erhielt seine heute Grundform. Im 19.Jahrhundert erhielt der Turm den Namen „Brothausturm“. Er wurde zur Vorratshaltung und Brothausfunktion genutzt. Heute ist der Turm mit Bestandteil des des angrenzenden Stadtmuseums. | |||||||||||||||||||
| Die Kirche St. Georg und Katharina wurde bereits 1405 erwähnt. Damals stand sie mitten auf dem Stadtplatz. 1639 wurde die Kirche abgebrochen und als neue Friedhofskirche St. Georg und Katharina auf dem Hauptfriedhof in Traunstein aufgebaut. 1908 wurde der Friedhof aufgegeben, es entstand der neue Waldfriedhof. | |||||||||||||||||||
| Der Marienstock in Traunstein wurde 1630 errichtet und diente als Wohnanlage der Salinenarbeiter. Ursprünglich bestand die Anlage aus drei Doppelhäuser mit vier Wohneinheiten. Nach dem Stadtbrand 1704 wurde eine weitere Etage aufgesetzt. | |||||||||||||||||||
| Die Salinenkapelle wurde zwischen 1630 und 1631 erbaut. Die Kapelle diente als Gotteshaus für die Arbeiter und Beamte der Saline. Den Namen der Kapelle St. Rupert und St. Maximilian erhielt sie vom Hl. Rupert von Salzburg (Salzheiliger) und Hl. Maximilian (Name des Kurfürsten). Sie ist die größte Kapelle Deutschlands. Heute ist sie bei Gottesdienten und Hochzeiten geöffnet. | |||||||||||||||||||
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| Die Saline in Traunstein wurde 1619 gegründet. Bis
1912 war die Saline in Betrieb. Hier wurde ein Salinen- park und ein kleines
Museum errichtet, der an die Geschichte des damaligen Salzabbaus erinnert.
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| Unser Hotel für die nächsten Tage, die Villa Mittermaier in Reit im Winkl. Das Hotel ist eng mit der Familie der berühmten Skirennläuferin Rosi Mittermaier verbunden. Die Villa Mittermaier ist heute ein charmantes Hotel mit acht Zimmern. | |||||||||||||||||||
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| Im Haus sind Erinnerungsstücke an die Skilegende, in Vitrinen können die Pokale der „Gold-Rosi“ bewundert werden. Überall findet man Fotos von der zweifachen Goldmedaillengewinnerin der olympischen Winterspiele in Innsbruck 1976. | |||||||||||||||||||
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| Die Zimmer sind recht geräumig und von dem Balkon kann man das herrliche Bergpanorama genießen. | |||||||||||||||||||
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| Die gemütlich gestaltete Terrasse lädt zu einem kühlen Bier ein. Die Abendsonne kann man hier noch in vollen Zügen genießen. | |||||||||||||||||||
| Am Freitag sind wir zur Blechspielzeug-Sammlung von Hans-Peter Porsche gefahren. Sie gehört zu den größten und bedeutendsten Privatsammlungen Europas, die öffentlich zugängig ist. Über 2.100 historische Blechspielzeuge aus den Jahren 1860 – 1930 und eine riesige Modeleisenbahnwelt können in dem Museum in Anger bestaunt werden. | |||||||||||||||||||
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| Auf circa 2.500 m² kann die Blechspielzeug-Dauerausstellung und auf 550 m² die Modeleisenbahnwelt bestaunt werden. H. Porsche besuchte weltweit Auktionen und trug über 40 Jahre lang circa 450 Kisten Spielzeug zusammen. | |||||||||||||||||||
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| Die Modeleisen-bahnwelt hat eine Gleislänge von insgesamt ca. 2,7 Kilometer Länge. Etwa 190 Züge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können hier bewundert werden. | |||||||||||||||||||
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| Neben dem Blechspielzeug und der Eisenbahnwelt
können hier auch diverse Porsche Fahrzeuge bestaunt werden. Ein Besuch
lohnt sich hier auf jeden Fall. Bilder können die ausgestellten Sachen
leider nicht richtig rüberbringen. Man sollte schon ein paar Stunden
Zeit mitbringen. |
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Bad Reichenhall und Ruhpolding |
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| Am Sonntag haben wir uns die Festung Kufstein angeschaut. Die Festung Kufstein wurde bereits 1205 urkundlich erwähnt. Sie war im Besitz der Bischöfe von Regensburg und des bayrischen Herzogs Ludwig. 1405 wurde die Festung verstärkt. Im 16.Jahrhundert wurde die Festungsanlage teilweise erneuert. Zwischen 1722 und 1740 wurde ein 170 Meter langer Kasemattengang gebaut. In der Habsburgerzeit diente die Festung als Gefängnis für politische Gefangene. 1924 ging die Festung in den Besitz der Stadt Kufstein. Heute ist hier ein Museum beheimatet und die Panoramabahn ist ein touristisches Highlight. | |||||||||||||||||||
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| Von hier oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf Kufstein mit dem Inn und die umliegende Berglandschaft. | |||||||||||||||||||
| Der Felsengang wurde im frühen 16.Jahrhundert in den Felsen getrieben, er ist ein unterirdischer Verbindungsgang. Ursprünglich diente er zu militärischen Zwecken, vor allem zum Schutz, Versorgung und strategische Beweglichkeit innerhalb der Festungsanlage. Der Felsengang ist heute ein Highlight der Festungstour. Der teils dunkle Gang durch den massiven Felsen verbindet weitere historische Bereiche. | |||||||||||||||||||
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| Der tiefe Brunnen wurde zwischen 1512 und 1537 angelegt. Er ist ca. 70 Meter tief, ca. 2 Meter im Durchmesser und war ein zentraler Bestandteil der Wasserversorgung der Festung. Das hölzerne Tretrad ist noch das Originale Rad. Mehrere Personen konnten gleichzeitig in ca. 50 Liter Eimer das Wasser nach oben befördern. | |||||||||||||||||||
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| Ein paar Bilder von der Festung | |||||||||||||||||||
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| Die Stadtpfarrkirche St. Vitus in Kufstein ist eine Hallenkirche, die bereits 1420 fertiggestellt war. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach erweitert und restauriert. Sie ist die älteste Kirche in Kufstein und gehört zur Erzdiözese Salzburg. | |||||||||||||||||||
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| Der Kernbau des Rathauses zu Kufstein wurde Anfang des 16.Jahrhunderts erbaut. Das Gebäude ist eines der ältesten kommunalen Verwaltungsgebäude der Stadt. 1923 erhielt das Rathaus die heutige Treppengiebelfassade, die das heutige Erscheinungsbild prägt. | |||||||||||||||||||
| Der Marienbrunnen in Kufstein wurde 1861 aus schwarz-gusseisernem Material gefertigt. Vier Säulen tragen eine goldene Mariensäule unter einem Baldachin. Anfangs kam das Wasser über Holzrinnen und Holzrohre, 1877 kamen Gusseisenrohre zum Einsatz. 1963 wurde der Marienbrunnen abgetragen. 1966 wurde an dieser Stelle ein modernes Marmorbecken mit einer Stahlsäule gebaut. 1977 wurde der alte, eingelagerte, Marienbrunnen wieder auf dem unteren Stadtplatz aufgebaut. Der zwischenzeitlich aufgebaute Brunnen wurde nach Häring versetzt. | |||||||||||||||||||
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| Das Batzenhäusl befindet sich in der Kufsteiner Altstadt und soll über 500 Jahre alt sein. Die Römerhofgasse ist eine der ältesten und malerischsten Gassen in Kufstein. Die Gebäude haben eine historische Fassade, Erker und traditionelle Wirtshausschilder. | |||||||||||||||||||
| Unseren Rundgang durch Kufstein haben wir am Denkmal für Karl Ganzer beendet. Das heutige Denkmal wurde 2021 enthüllt. Es zeigt eine überdimensionale Perle mit einem Harmonikaspieler als Figur für Ganzer. Er hat das Kufsteinlied „Kennst du die Perle Tirols…..“ 1946/47 komponiert. Diese Lied wurde später zu einem der meistgespielten volkstümlichen Musikstücke weltweit. | |||||||||||||||||||
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| Bevor es zum Hotel ging, haben wir noch einen kurzen Bummel durch Reit im Winkl gemacht. | |||||||||||||||||||
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| Bevor es am Montag nach Hause ging, sind wir noch zur Winklmoos-Alm gefahren. Die Alm ist ein über 200 Jahre altes Almgebiet und liegt auf ca. 1.170 Meter Höhe. 1954 wurde die Bergstraße von Seegatterl zur Alm eröffnet. Durch die Skiläuferin Rosi Mittermaier wurde die Alm weltbekannt. 2018 wurde hier der erste Sternenpark der Alpen eröffnet. In einer klaren, mondfreier Nacht kann man hier bis zu 5000 Sterne mit dem bloßen Auge erkennen. | |||||||||||||||||||
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| noch ein paar Eindrücke der Winklmoos-Alm. | |||||||||||||||||||
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Noch eine kurze Pause und dann machten
wir uns auf den Weg nach Hause. Ab München hat es mal wieder nur
geregnet. Einen weiteren Halt haben wir uns daher gespart. |
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