03.Januar bis 19.Januar 2024

 
 

Südindien

 
  Nachdem wir Nordindien schon bereist haben, wollten wir uns auch den Süden Indiens anschauen. Gesagt – gebucht. Über Gebeco haben wir die für uns passende Reise gefunden. „Begegnung in Südindien – 17 Tage Studienreise".  
     
Am Mittwoch, den 03.Januar 2024, ging es um 12:45 Uhr planmäßig mit der Lufthansa, LH 754, im Direktflug nach Bangalore. Mit an Bord war unser Reisereporter Bärti.
Nach einer kurzen Nacht fing unsere Rundreise bereits um 10 Uhr an. Es ging mit einer Orientierungsfahrt durch Bengaluru, der Hauptstadt von Bundesstaat Karnataka, Sitz des Landesparlamentes, los. Unzählige Computerfirmen haben sich hier angesiedelt.
     
Überall wimmelt es von den Tuk Tuks und Mopeds. Die Fahrt zu unserem nächsten Punkt war ein Erlebnis. Es gab überall etwas neues zu sehen – man muss es erlebt haben.
               
     
Über Land ging es zum Pilgerzentrum der Jains, Shravanabelagola. Der Name Shravanabelagola bedeutet der „weiße Teich des Shravana“ und bezieht sich auf den zentralen See der Stadt. Bereits seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. lebten hier u.a. die Jain-Mönche. Der beeindruckende Tempel ist über 654 in Granit gehauene Stufen zu erreichen.
                 
  Der Tempel mit einer ca. 17 Meter großen Statue eines Jainheiligen ist schon sehr beeindruckend.
                 
       
Von hier oben hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt mit seiner Umgebung. Man kommt sich vor, als steht man kurz vor der Wolkendecke. Nachdem wir den Abstieg, 654 Stufen geschafft hatten, ging es mit dem Bus zu unserem Hotel in Hassan.
     
Das Hotel Hassan Ashhok hatte eine wunderschöne Gartenanlage. Die Zimmer sind modern eingerichtet und verfügen über Wlan.
               
     
Am nächsten Tag ging es zum Shiva-Tempel in Halebid. Der Tempel wurde 1150 nach Chr. von der Hoysala-Dymnastie erbaut und wurde dem Gott Shiva geweiht. Der Tempel wurde komplett aus Speckstein erbaut. Er zählt zu den Kunstvollsten Tempelanlagen Südindiens und wurde 2023 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
                 
Hier kann man erahnen, wie kunstvoll die Künstler die Tempelanlage geschnitzt und verziert haben.
Für diese Arbeiten haben die Künstler 93 Jahre benötigt.
                 
       
Als nächstes ging es zum Chennakeshava-Tempel in Belur. Dieser wurde 1117 n.Chr. erbaut. Auch dieser Tempel wurde aus Speckstein gebaut. Dieser Stein ist ideal für die ganzen kunstvollen Schnitzereien. Sämtliche Wände und Säulen sind mit Schnitzereien versehen. Es sind Figuren von Tänzerinnen, Göttern, Tieren und mythologischen Szenen. Auch dieser Tempel gehört zu dem UNESCO-Welterbe.
               
Als nächstes haben wir einen Familienbetrieb besucht, der Betelnüsse anbaut. Die Nüsse wachsen an den Betelpalmen und werden zweimal jährlich geerntet. Die Nüsse werden aus der Fruchthülle gelöst und in der Sonne getrocknet. Indien ist weltweit einer der größten Produzenten und Exporteure von Betelnüssen.
Als nächstes ging es zu der größten tibetisch-buddhistischen Klostersiedlung, Bylakuppe, in Südindien. Die Siedlung verfügt über eigene Schulen, medizinische Einrichtungen und Handwerksbetriebe, die von der tibetischen Gemeinschaft betrieben werden. Besucher können das tibetische Essen probieren und sich über deren Kultur informieren.
   
 
Ein paar Bilder aus dem Kloster
 
   
Anschließend ging es zu unserem Hotel, Coorg International Hotel in Madikeri. Nach dem Abendessen gab es noch einen kurzen Kochkurs. Das selbst Gekochte mussten wir auch verspeisen - hat auch sehr gut geschmeckt.
         
Am 06.Januar ging es morgens in den Indischen Schwarzwald, so wird hier der Rajaseat Garden in Madikeri genannt. Ursprünglich diente die Gartenanlage den Königen von Coorg zur Erholung, daher auch der Name „Raja´s Seat“ bedeutet „Sitz des Königs“. Der Garten ist mit Blumenbeeten, Springbrunnen und Spazierwegen angelegt. Bei klarem Wetter soll man von hier eine schöne Aussicht auf das Umland haben.
   
Nächster Halt war an den Abbey Falls in Coorg. Über einen ca. 800 Meter langen Wanderweg ist der Wasserfall zu erreichen. Das Wasser stürzt ca. 21 Meter in die Tiefe. Der Wasserfall wird von Teilen des Flusssystems der Kaveri gespeist.
   
 
Danach ging es mit dem Bus weiter zu einer kleinen Kaffee- und Gewürz-plantage. Hier wird im ökologischen Anbau Kaffee, Vanille und viele Gewürze und Obst angebaut. Wir haben vieles über den Kaffeeanbau, die Verarbeitung und die Vermarktung erfahren.
 
   
Hier wachsen die wunderschönsten Blumen in freier Natur.  
   
Auch haben wir einiges über den Anbau von Ananas erfahren. Auf weitläufigen Feldern wird die Ananas angebaut. Die Pflanze trägt 2 mal eine große Ananasfrucht und die dritte Frucht ist die Babyananas. Mit der Ernte dieser kleiner Ananas wird die Ananaspflanze entsorgt.
                   
Über Land ging es zu unserem nächsten Hotel. Fortune JP Palace in Mysore. Hier blieben wir zwei Nächte.
             
         
  Am 5.Tag wurden wir morgens mit den Worten begrüßt, heute fahren wir zum Kölner Dom. Die St. Philomena´s Cathedral in Mysuru ist eine der größten Kirchen in Indien. Sie erinnert ein wenig an den Kölner Dom. Diese Kirche wurde 1936 als römisch-katholische Kirche erbaut. Die zwei Türme sind ca. 53 Meter hoch und im Kirchenschiff finden etwa 800 Personen Platz.
       
   
Anschließend haben wir uns die Tempelanlage Ranganathaswamy angeschaut. Eine Inschrift am Tempel zeigt, dass der Tempel bereits 894 n. Chr. erbaut wurde.
                         
Als nächstes ging es zum Sommerpalast des Sultan Tipu. Das Foto zeigt den Eingangsbereich der Anlage. Der Sommerpalast wurde 1784 erbaut. Er besteht hauptsächlich aus Teakholz und kunstvoll bemalten Decken und Wänden. Heute ist der Palast zum Museum umgebaut worden.
                   
               
Eine herrliche Gartenanlage umschließt den Palast. Hier konnte der Sultan ausspannen und zur Ruhe kommen. Auch heute ist der Garten noch eine Oase für Ruhesuchende.
Danach ging es zu einer rituellen Stätte am Zusammenfluss der Flüsse. Hier wird die Asche der Toten dem Fluss übergeben oder der Toten gedacht.
                         
Ein Besuch auf einem typisch indischen Markt durfte natürlich nicht fehlen. Soweit das Auge reicht, herrlich frisches Obst und Gemüse. Das Obst schmeckt hier richtig gut kein Vergleich mit Zuhause.
                         
           
Der krönende Abschluss des heutigen Tages war nochmals der Besuch des Palastes. Er war wunderbar angestrahlt. Ein Märchen wie aus Tausend und einer Nacht.
 
Am nächsten Morgen stand als erstes der Besuch des Chamundeshwari-Tempel auf dem Chamundi-Hügel bei Mysuru auf unserem Programm. Der Tempel liegt auf etwa 1.060 Meter über dem Meeresspiegel. Pilger können den Fußweg vom Fuße des Hügels nutzen, der Tempel ist dann über 1.008 Stufen zu erreichen. Aber wir haben den komfortablen Weg, mit dem Bus, gewählt.
Von hier oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Umland.
 
Vom Tempel ging es über 357 Stufen hinab zur Nandi-Statue, der heilige Stier. Er wurde 1659 bis 1673 aus einem einzigen Felsblock gemeißelt. Die Statue ist 4,6 Meter hoch und 7,3 Meter lang. Sie ist eine der größten und ältesten Nandi-Darstellungen. Die typische aufrechte Darstellung, mit erhobenen Kopf, steht für ein Symbol für Treue, Stärke und spirituelle Hingabe.
         
Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel haben wir ein typisches indisches Dorf besucht. Hier erfuhren wir viel über das Dorfleben und den Alltag der Menschen. Auch die Schule konnten wir besuchen und das Lernen der Kinder kennen lernen.
Auf dem Weg zu unserem nächsten Hotel sind wir durch ein Wild- und Tigerreservat gefahren. Die Tiger haben sich leider nicht gezeigt, dafür haben wir einige andere Tiere aus der Nähe sehen können. Bei Wildtieren in freier Natur, ist es immer ein Glückfall diese zu sehen.
Am nächsten Tag ging es etwas später los. Wir hatten noch Zeit uns die Hotelanlage etwas näher anzusehen. Eigentlich Schade, dass wir so wenig Zeit für die wunderschönen Hotelanlagen mit den Poolanlagen hatten. Anschließend ging es mit unserem Bus nach Kochi.
   
Heute Abend haben wir uns eine Vorführung des Kathakali-Maskentanzes angeschaut. Seine farbenprächtigen Masken, ausdrucksstarke Gestik und mythologische Themen sind weltweit bekannt. Tanz, Schauspiel, Musik und Ritual vereinigen sich zu einem besonderen Erlebnis. Vorher durften wir den Künstlern beim aufwendigen Schminken zuschauen. Die Tänzer trainieren jahrelang um die Kontrolle über die Gesichtsmuskeln und Augenbewegungen zu erlangen.
         
Der nächste Tag begann mit einer Besichtigung einer traditionellen Wäscherei. Auf großen Wiesen und auf Leinen wird die gewaschene Wäsche getrocknet. Mit traditionellen Kohlebügeleisen oder schweren Elektrobügeleisen wird die Wäsche gebügelt.
                         
Die Franziskanerkirche in Kochi ist die älteste europäische Kirche in Indien. Bereits 1503 wurde hier von den portugiesischen Franziskanermönchen eine Kirche erbaut. Im Laufe der Jahrhunderten haben die Niederländer, später die Briten, die Herrschaft übernommen. Seit 1923 steht die Kirche unter Denkmalschutz.
                         
               
Bei unserem Rundgang kamen wir an den chinesischen Fischernetzen vorbei. Diese Fischernetze sind stationäre Fangvorrichtungen für Fische und andere Meerestiere. Im 14. oder 15.Jahrhunndert wurde diese Fangvorrichtung durch chinesische Händler oder Seefahrer eingeführt. Die Netze haben einen Durchmesser von mindestens 20 Metern und sind ca. 10 Meter hoch. Jede Anlage wird von mindestens 6 Fischern betrieben.
 
Bei einem Stadtrundgang durch Kochi haben wir so einiges zu sehen bekommen.
 
 
Die Paradesi-Synagoge in Kochi ist die älteste noch aktive Synagoge in Indien. Sie wurde 1568 erbaut. 1664 wurde sie von den Portugiesen beschädigt und 2 Jahre später von den Niederländern restauriert. Der Boden ist mit blau-weißen Fliesen belegt, von denen jede einzelne ein Unikat ist. Belgische Kronleuchter, goldene Möbel und handgemalte Tafeln schmücken den Innenraum.
Nachdem wir wir mittags eine Pause in unserem Hotel eingelegt hatten, ging es am Nachmittag zu einer 2-stündigen Bootstour.
     
 
Ein paar Eindrücke von der Bootstour.
 
         
     

Südindien

Teil II